Umschuldung trotz Schufa Juli 2026
Auch mit negativen Schufa-Einträgen kann eine Umschuldung möglich sein. Erfahren Sie, welche Optionen Sie haben und worauf Sie achten sollten.
Umschuldung mit negativer Schufa: Die Ausgangslage
Eine negative Schufa erschwert die Kreditaufnahme, macht sie aber nicht in jedem Fall unmöglich. Entscheidend ist, wie schwer die negativen Einträge sind, wie Ihre aktuelle Einkommenssituation aussieht und ob Sie eventuell einen zweiten Kreditnehmer einbeziehen können.
- Leichte negative Einträge sind überwindbar
- Stabiles Einkommen kann negative Einträge ausgleichen
- Zweiter Kreditnehmer verbessert die Chancen
- Schwere Einträge führen meist zur Ablehnung
- Vorsicht vor unseriösen Angeboten
Welche Schufa-Einträge gibt es?
Leichte negative Einträge
Kleinere Probleme in der Vergangenheit müssen nicht das Ende bedeuten. Zu den leichten negativen Einträgen zählen etwa verspätete Zahlungen, die inzwischen beglichen sind, gekündigte Mobilfunkverträge oder kleinere Mahnverfahren, die erledigt wurden.
Bei solchen Einträgen vergeben einige Banken weiterhin Kredite, allerdings oft zu höheren Zinsen. Ein stabiles Einkommen und ein ansonsten positiver Verlauf können hier helfen.
Schwere negative Einträge
Schwerwiegende Einträge führen bei den meisten Banken zur Ablehnung. Dazu gehören Privatinsolvenz, die eidesstattliche Versicherung (früher Offenbarungseid), Haftbefehle zur Abgabe der Vermögensauskunft oder titulierte Forderungen (gerichtlich festgestellte Schulden).
Bei solchen Einträgen ist eine reguläre Umschuldung über eine Bank kaum möglich. Hier sollten Sie sich an eine Schuldnerberatung wenden, um Ihre Optionen zu besprechen.
Fordern Sie Ihre kostenlose Schufa-Selbstauskunft an (einmal jährlich kostenlos unter meineschufa.de). So wissen Sie genau, welche Einträge vorliegen und können fehlerhafte Daten korrigieren lassen.
Möglichkeiten trotz negativer Schufa
Option 1: Zweiter Kreditnehmer
Ein zweiter Kreditnehmer mit guter Bonität kann die Chancen erheblich verbessern. Das kann Ihr Ehepartner, Lebenspartner oder ein naher Verwandter sein. Beide Personen haften dann gemeinsam für den Kredit, was das Risiko für die Bank senkt.
Option 2: Bürgschaft
Ähnlich funktioniert eine Bürgschaft. Eine dritte Person mit guter Bonität bürgt für den Kredit. Der Unterschied zum zweiten Kreditnehmer: Der Bürge haftet erst, wenn der Hauptkreditnehmer nicht mehr zahlen kann.
Option 3: Spezialisierte Anbieter
Einige Kreditvermittler arbeiten mit Banken zusammen, die auch bei nicht optimaler Bonität Kredite vergeben. Die Zinsen sind höher, aber die Chancen auf eine Genehmigung steigen. Wichtig ist, auf seriöse Anbieter zu achten.
Option 4: Schufa verbessern
Manchmal lohnt es sich, einige Monate zu warten und in dieser Zeit die Schufa zu verbessern. Bezahlen Sie offene Forderungen, lassen Sie fehlerhafte Einträge korrigieren und vermeiden Sie neue negative Ereignisse.
Seien Sie skeptisch bei Angeboten, die "Kredit ohne Schufa garantiert" versprechen oder Vorabgebühren verlangen. Seriöse Vermittler verlangen nie Geld vor der Kreditauszahlung.
Tipps zur Verbesserung Ihrer Schufa
- Offene Forderungen begleichen und Erledigungsvermerke einholen
- Schufa-Auskunft auf Fehler prüfen und Korrekturen beantragen
- Nicht genutzte Girokonten und Kreditkarten kündigen
- Keine häufigen Kreditanfragen in kurzer Zeit
- Rechnungen pünktlich bezahlen
- Dauerhafte Dispoüberziehung vermeiden
Wann lohnt sich die Umschuldung trotz Schufa?
Auch wenn Sie wegen Ihrer Schufa höhere Zinsen zahlen müssen, kann sich eine Umschuldung lohnen. Das ist vor allem dann der Fall, wenn Ihr aktueller Kredit noch teurer ist oder wenn Sie einen extrem teuren Dispokredit ablösen möchten.
Rechnen Sie sorgfältig: Vergleichen Sie die Gesamtkosten Ihrer aktuellen Kredite mit den Gesamtkosten eines neuen Umschuldungskredits, auch wenn dieser höhere Zinsen hat. Bei Dispokrediten mit 10 bis 15 Prozent Zinsen kann selbst ein Ratenkredit mit 9 Prozent noch eine Ersparnis bedeuten.
Jetzt unverbindlich Angebote anfragenHäufige Fragen zur Umschuldung trotz Schufa
Ja, eine Umschuldung ist auch bei negativen Schufa-Einträgen möglich, allerdings unter erschwerten Bedingungen. Bei leichten negativen Einträgen vergeben einige Banken weiterhin Kredite, wenn das Einkommen stimmt. Bei schweren Einträgen wird es deutlich schwieriger.
Einige Direktbanken und spezialisierte Kreditvermittler arbeiten auch mit Kunden, die keine optimale Bonität haben. Die Zinsen sind dann in der Regel höher. Von Anbietern, die komplett ohne Schufa-Prüfung arbeiten, sollten Sie hingegen Abstand nehmen.
Leichte Einträge sind etwa verspätete Zahlungen oder gekündigte Verträge ohne größere Ausfälle. Schwere Einträge umfassen Privatinsolvenz, eidesstattliche Versicherung, Haftbefehl oder titulierte Forderungen. Je schwerer der Eintrag, desto schwieriger wird eine Kreditvergabe.
Ja, ein zweiter Kreditnehmer mit guter Bonität kann die Chancen auf eine Umschuldung deutlich verbessern. Das kann ein Ehepartner, Lebenspartner oder naher Verwandter sein. Beide haften dann gemeinsam für den Kredit.
Bezahlen Sie offene Forderungen, prüfen Sie Ihre Schufa-Auskunft auf Fehler und lassen Sie fehlerhafte Einträge korrigieren. Vermeiden Sie viele Kreditanfragen in kurzer Zeit und kündigen Sie nicht mehr genutzte Konten und Kreditkarten.
Vorsicht ist geboten. Seriöse Banken in Deutschland prüfen immer die Bonität. Angebote für komplett schufafreie Kredite stammen oft von unseriösen Anbietern. Ausnahmen sind Schweizer Kredite von etablierten Banken, die aber sehr strenge Einkommensanforderungen haben.